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15.12.2008 | Teilnehmerbericht
Trialogischer Abend am 1.12.2008


Das letzte Mitgliedertreffen des Vereins in diesem Jahr stand - nunmehr traditionsgemäß - im Zeichen des Trialogs. Ein Teilnehmer und Mitglied von 'Balance - Selbsthilfegruppe Bipolar Betroffener in Berlin' verfasste über das Treffen von Betroffenen, Angehörigen und Professionellen folgenden Bericht:

Dieser Abend diente dem Gespräch zwischen Bipolar Betroffenen, Angehörigen und Ärzten und Psychotherapeuten, insbesondere auch der Information der Professionellen über die Bipolare Störung und deren Auswirkungen.
Es waren ca. 60 Personen dort, davon meiner Schätzung nach die Hälfte niedergelassene Ärzte und Therapeuten.

Es begann Dr. Philipp Klein, der eine Untersuchung zur Wirkung einer Psychotherapie bei chronischer Depression auf das Gehirn startet. Diese prüft er anhand von MRT-Aufnahmen des Gehirns vor und nach einer 12wöchigen intensiven Therapie. Es werden noch Probanden gesucht: Aktuell depressiv seit mindestens 2 Jahren, zur Zeit ohne Medis.
Weitere Informatioonen: www.charite.de/charite/presse/pressemitteilungen/artikel/detail/studie_zur_behandlung_chronischer_depression_sucht_teilnehmer/


Nun hielt Dagmar aus der Selbsthilfegruppe Balance ein mutiges, offenes und sehr eindrückliches Referat über ihre Erkrankung und deren Folgen:
Es wurde offensichtlich, wie schwer es für sie war (und wohl auch für die meisten von uns, dies sehen wir ja immer wieder), eine adäquate Diagnose und Behandlung zu erhalten und wie sehr die bipolare Störung unser Leben prägt, teilweise mit schwerwiegenden Folgen.
Genauso beschrieb sie, was ihr geholfen hat, dass sie jetzt einigermaßen stabil ist: Als erstes die Diagnose, endlich zu wissen, was mit einem los ist, dann die Kombination der für dich passenden Medikamente, Psychoedukation, teilweise Psychotherapie, ein zugewandter Psychiater und die Selbsthilfe.

Auch erwähnte sie weitere (persönliche) Ursachen für die bipolare Störung und einhergehende Probleme, die oftmals auftreten.
Und schließlich beschrieb sie deutlich, welche Hilfe eine Selbsthilfegruppe bedeutet und welches die Abläufe und Themen sind: www.shg-balance.de
Ramona aus der Dienstags-Selbsthilfegruppe der Charité berichtete sowohl von sich als auch von dem Peer-to-Peer-Counceling, das eine strukturierte Form der gegenseitigen Unterstützung zwischen Betroffenen mit psychische Erkrankung bietet. In Zentrum der Unterstützung steht dabei die eigene Erfahrung des Berates mit der Krankheit.
Kontakt: shg-bipolar-berlin@arcor.de


Frau Crämer vom Landesverband Berlin der Angehörigen Psychischer Kranker (APK) stellte ihren Verband und die Selbsthilfegruppe Angehöriger Bipolarer Betroffener im APK vor. www.apk-berlin.de

Im Schlussreferat wurde der Stand der Integrierten Versorgung Psychisch Kranker in Berlin und Brandenburg dargestellt. Durch die Integrierte Versorgung soll die Verzahnung und gemeinsame Behandlung durch Ärzte, Psychotherapeuten und Kliniken erreicht werden, so dass alle Professionelle sich absprechen und gemeinsam an der Behandlung des Kranken wirken. Inzwischen liegen Verträge mit verschiedenen Krankenkassen (DAK, BKKen, HMV) vor, die auch eine deutlich verbesserte ambulante Versorgung der Betroffenen durch die teilnehmenden Ärzte und Therapeuten ermöglichen.
Infos: www.psychiatrie-in-berlin.de/angebote.php

Fazit: An diesem Abend gab es einiges an nützlichen Informationen für alle, sowohl Betroffene und Angehörige als auch für Ärzte und Therapeuten, die nicht so tief in der Materie der Bipolaren Störung drin stecken. Leider blieb die inhaltliche Diskussion etwas kurz, dafür dürfte aber jeder etwas Neues mit nach Hause genommen haben.

(Autor: Uwe - www.shg-balance.de)

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